In eine Immobilie zu investieren, ist etwas handfestes, ein greifbares Investment mit einer hohen Wertbeständigkeit. Es bietet Unabhängigkeit vom Kapitalmarkt bzw. auch dem Zinsniveau.

Bei einem Direktinvestment in eine Immobilie bin ich der Eigentümer, der im Grundbuch steht.

Immobilien können durch grundpfandrechtliche Besicherung mit sehr günstigen Zinsen finanziert werden, man muss also nicht den Kaufpreis in Bar zur Verfügung haben.

Der Zahlungsverpflichtung für das Darlehen stehen Mieteinnahmen und ggf. erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten gegenüber – im Idealfall kann man also Vermögen aufbauen ohne selbst große eigene Geldbeträge in die Hand zu nehmen

Was ist wichtig bei der Auswahl dieses Investments?

  • Stetige Nachfrage von Seiten der Mieter, kein Leerstand
  • Qualität des Objektes – damit Langlebigkeit und geringe laufende Investitionen sichergestellt sind
  • Gute Lage begünstigt hohe Nachfrage
  • Angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis (Investitionskosten zu Mieteinnahmen)

Bsp.: Investition in eine Pflegeimmobilie

  • man kauft sich ein Apartment in einem Pflegeheim / Heim für altersgerechtes Wohnen
  • dieses wird von einer professionellen Heimleitung betrieben, welche vertraglich geregelt Vermietung, Instandhaltung usw. regelt  – als Investor (=Besitzer des Apartments) hat man sich um nichts weiter zu kümmern
  • Vorteil: Hohe Nachfrage nach Pflegeeinrichtungen, derzeit Bedarf um ca. 200.000 Plätze größer als das Angebot; aufgrund demografischer Entwicklung wird diese Schere noch weiter auseinander gehen

Bsp.: Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie

  • Alte Immobilien werden zu modernen Eigentumswohnungen umgebaut bzw. kernsaniert; beispielsweise ein Industriedenkmal (z.B. alte Heeresbäckerei in Leipzig) oder eine Jugendstilvilla
  • Nach Fertigstellung  erfolgt Vermietung, i.d.R. höhere Mieteinnahme als Ortsdurchschnitt, da moderner Ausbau auf Neubauniveau
  • Die Mieteinnahmen können die Finanzierungskosten in der Regel nicht decken
  • Da Denkmalimmobilien Objekte sind, die aufgrund ihrer geschichtlichen oder kulturellen Bedeutung für die Öffentlichkeit als besonders erhaltenswert eingestuft werden, fördert der Staat die Investition in solche Objekt durch eine erhöhte  Abschreibungsmöglichkeiten  (innerhalb der ersten 12 Jahre: Jahr 1-8 – 9% , Jahr 9-12; 7%), bei Bestandsimmobilien 2% jährlich für 50 Jahre)
  • Beispielrechnung:  Einkommen 75.000€, ledig, bei einem Kaufpreis von 200.000€ (60 qm, 7€/qm Miete) und 75% Sanierungsanteil , = 72.000€ Steuerermäßigung  im Spitzensteuersatz (KiSt+Soli inkl.) durch erhöhte Abschreibung kumuliert für 12 Jahre ; zusätzlich  Mieteinnahmen: 60480€